Osterkunst - Unikate in Eiform
Ostereier von Osterkunst sind mit feinen textilen Spitzen in
Occhi Technik oder in
Hochrelieftechnik verziert.
Occhi- Muster bestehen ausschließlich aus runden und ovalen
Elementen (Occhi = italienisch „Auge“)
und harmonieren sehr gut mit den ebenfalls ovalen Eiern.
Die Hochreliefs weisen Ostermotive und Blumenmotive
auf.

Ostereier mit Occhi Spitze - Gänseeier
Occhi, eine alte Handarbeitstechnik, ist – im Gegensatz zum Klöppeln - im Erzgebirge nicht sehr weit verbreitet. Textile Spitzen aus Garn werden nur mit ovalem Schiffchen oder Nadel ohne weitere Hilfsmittel gefertigt. Die Muster bestehen ausschließlich aus runden und ovalen Elementen (Occhi = italienisch „Auge“) und harmonieren sehr gut mit den ebenfalls ovalen Eiern.
Hier ist sorgfältiges Arbeiten
das A und O. Für jedes einzelne Ei
ist es erforderlich, zunächst dessen Form zu vermessen.
Danach werden die Muster umgerechnet und durch Zu- und Abnahmen
auf die korrekte Eiform angepasst. So entsteht eine
dreidimensionale Hülle aus textiler Spitze, die um das Osterei
gelegt wird.
Zum Schluss muss die Spitze mit Spannfäden stabilisiert und glatt an die Oberfläche des Eies angelegt werden. Diese Ostereier mit Occhi – Spitze werden nicht gefärbt, die natürliche Farbe der Eierschale ist die Grundfarbe. Farbliche Akzente setzt die Spitze, je nach Geschmack Ton in Ton oder auch in Frühlingsfarben.

Ostereier mit Hochreliefs - Hühnereier
Ostereier mit Verzierung in Hochrelieftechnik sind bisher einzigartig.
Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig, sowohl bei den Motiven als auch mit eingefärbter Reliefmasse.
Die Hühnereier behalten die natürliche Schalenfarbe als Grundfarbe und das Relief ergänzt farblich, entweder Ton in Ton oder in Frühlingsfarben.


Wissenswertes über Ostern - Teil III
Ostern in Frankreich: So feiern die Franzosen das Fest
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Bunte Eier gibt es auch bei unseren französischen Nachbarn zu Ostern. Der Ostersonntag wird mit der Suche nach den farbenfrohen und kreativ bemalten Eiern verbracht. Das Osterlamm hat ebenfalls Tradition.
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Allerdings bringt in Frankreich nicht der Osterhase die Eier, denn dieser ist bei den Franzosen weitgehend unbekannt. Lediglich im grenznahen Elsass ist er vereinzelt anzutreffen.
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Stattdessen bestimmen in Frankreich andere Symbole das christliche Fest. Eine große Rolle spielt der Osterfisch, der "Poisson d'Avril", was Aprilfisch bedeutet. Der Osterfisch ist eng verbunden mit dem Osterfest, obwohl er seinen eigentlichen Auftritt am 1. April hat. Dann versuchen die Kinder, den Erwachsenen einen Papierfisch auf den Rücken zu kleben, eher im Sinne eines Aprilscherzes.
Ostern in Australien: so wird in Australien gefeiert
In Australien ist der Hase als Ostersymbol eher unbeliebt. Stattdessen wird ein anderes Tier während der Feiertage zelebriert.
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Anstatt des Osterhasen gibt es in Australien den Easter Bilby, ein Beuteltier mit sehr großen Ohren und einer spitzen Nase.
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Der Hase ist in der Bevölkerung unbeliebt, weil er mit den ersten europäischen Schiffen von Siedlern und Strafgefangenen im 18. Jahrhundert nach Australien kam.
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Wildkaninchen vermehren sich enorm schnell und wurden damals zur Plage, da sie mit den einheimischen Tieren um Nahrung konkurrieren und der Vegetation schaden. Deshalb ist die australische Bevölkerung nicht besonders gut auf den Hasen zu sprechen.
Ostern in Irland: Heringe begraben in Irland
In Irland gibt es wohl einen der seltsamsten Osterbräuche.
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Der Ostersonntag markiert auch in Irland das Ende der Fastenzeit. Um das zu feiern, findet zuerst eine Prozession mit Musik und Verkleidungen statt.
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Anschließend werden Heringe in kleinen Gräbern verbuddelt. Dieser Brauch symbolisiert den Verzicht auf Fleisch während der Fastenzeit.
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In dieser Zeit durfte früher im christlichen Glauben nur Fisch gegessen wurden. Die Iren hatten diesen schließlich so satt, dass sie das Ende der Fastenzeit damit feierten, den Fisch buchstäblich zu begraben.
Ostern in Ungarn: Feuchtkaltes Osterfest
Die Osterbräuche der Welt sind nicht immer mit bunten
Eiern und leckerem
Eierlikör verbunden.
In
Ungarn kann es vor allem für junge Frauen an Ostern unangenehm
werden.
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Dort ist es Brauch, junge Frauen mit Wasser aus kleinen Eimern zu begießen, um ihre Gesundheit und Schönheit zu bewahren.
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Zuvor müssen die Männer ihnen ein Gedicht auftragen, um sie um Erlaubnis zu bitten. Anschließend schenken die Frauen ihnen rote Eier als Symbol für das Leben und die Liebe.
Ostern in Schweden: Halloween im Frühling
Wer sich zur Osterzeit in Schweden aufhält, könnte meinen, er wäre in der falschen Jahreszeit gelandet.
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Zu Ostern verkleiden sich schwedische Kinder als Hexen und ziehen von Tür zu Tür, um Süßigkeiten zu sammeln. Als Gegenleistung tragen sie Gedichte vor oder verteilen selbst gemalte Osterbilder.
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Diese Tradition entwickelte sich aufgrund der Legende der Osterhexe Påskkärring. Diese fliegt am Gründonnerstag nach Blåkulla, dem schwedischen Pendant zum Blocksberg.